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Geschichte

Im 11. Jahrhundert wurde Oberlangen zum ersten Mal in der Hebeliste des Klosters Corvey als Langun erwähnt. Es liegt an der aus der Römerzeit bekannten linksemsischen Heer- und Handelsstraße. Das Wappen der Gemeinde Oberlangen trägt heute die Farben des Klosters: rot und gelb. Die Besiedelung erfolgte auf dem Höhenrücken entlang der Ems.

Wenn Langen nun dem Worte nach lang gestreckte Flurfläche oder Ansiedlung bedeuten mag, so ist es aber auch möglich, dass die Familie „von Langen“ als Ortsadel der gleichnamigen Ortschaft der Namensgeber war.

Der Name des Ortsteils Wilholte (Wald des Willoh) deutet darauf hin, dass es sich um eine sächsische Ansiedlung handeln kann (400-800 n Chr.).
Oberlangen gehörte zum Kirchspiel Lathen. Insbesondere wegen des regelmäßigen Emshochwassers gab es schon bald den Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus. So wurde bereits 1768 in Oberlangen eine Kapelle errichtet. Seit dem 01.04.1910 ist Oberlangen zusammen mit Niederlangen eine eigenständige Pfarrei.
Von den 1669 in Lathen genannten zwei Schulmeistern war einer in Langen tätig. Nach der 1847 bei der alten Kirche gebauten Schule mit Lehrerwohnung wurde 1888 die einklassige Schule fertig gestellt. Dieses Gebäude konnte in seiner äußeren Erscheinungsform erhalten bleiben. Eine gemeinsame Beschulung der Kinder konnte aus beiden Orten ab 1963 in der neuen Schule am Sportgelände erfolgen.
Die beiden Gemeinden Oberlangen und Niederlangen haben eine gemeinsame Entwicklung vollzogen. Diese gemeinsame Entwicklung spiegelt sich auch heute noch im dörflichen Leben wider. Fast alle Vereine arbeiten gemeindeübergreifend.
Im Kernbereich liegt die Kirche mit Pfarrhaus und den Jugend- und Gemeinschaftsräumen, der Friedhof, der an zentraler Stelle gelegene Dorfplatz, das Heimathaus mit Backspieker, das Dorfgemeinschaftshaus und die Gemeindeverwaltung, so dass hier neben dem strukturellen auch der funktionale Schwerpunkt liegt.