Blue Flower

Schützenfest 2017

Maria Legge und Karl Kremer sind das neue Schützenkönigspaar in Oberlangen. Zusammen mit einem Throngefolge von 17 Paaren werden Sie im kommenden Jahr das Schützenvolk Oberlangens regieren. Bei einem stimmungsvollen Schützenfest wurde zusammen mit den Nachbarvereinen aus Niederlangen, Niederlangen-Siedlung und Landegge gefeiert.


Fotos: Andrea Schmees

 


Ferienhausgebiet Hof Beel

Idylle pur. Einheimischen und Besuchern bietet sich zur Zeit in Oberlangen in Richtung des Ferienhausgebietes Hof Beel ein wunderschönes Landschaftsbild.

Landwirtschaftliche Nutzung, das Landschaftsschutzgebiet des Emstales, Wiesen mit Rindern und im Hintergrund die Ferienhäuser des Ferienhausgebietes Hof Beel harmonieren sehr gut miteinander.

 

Foto: Heiner Ottens


Aufstieg in die Bezirksliga ist perfekt
Nach zwei Jahren in der Kreisliga hat die 1. Herrenmannschaft des SV Langen in der Saison 2016/2017 den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft.

 

  Foto: Andrea Schmees


Ehemalige Inhaftierte besucht Lager VI in Oberlangen

Zusammen mit  Dr. Andrea Kaltofen, Zbigniew Leszczynski und Marianne und Kurt Buck besuchte Aleksandra Sikowska in Begleitung von Isabella Gotzman den Ort, Lager VI in Oberlangen Moor, in dem ihre Jugend geraubt wurde, als sie als Frauensoldatin des Warschauer Widerstandes dort ab 1944 inhaftiert wurde.

Bürgermeister Georg Raming-Freesen, Samtgemeindebürgermeister Karl-Heinz Weber und Oberinspektorin Daniela Köttker begrüßten die Damen überaus herzlich und brachten zum Ausdruck, dass der Gedankpavillon ein Zeichen der Versöhnung und gegen das Vergessen sein solle.

Seit Jahren besuchen Mitglieder des Warschauer Widerstandes und ehemalige Inhaftierte die Samtgemeinde Lathen. Es hat sich ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt, das nicht zu letzt den Bemühungen der Heimatvereine und besonders des 1.Samtgemeinderates a.D. Hans Albers zu verdanken ist.

Text und Foto: Samtgemeinde Lathen

 

 

 


15. Motorradgottesdienst in Oberlangen
Der traditionelle Motorradgottesdienst (MOGO) mit Fahrzeugsegnung und anschließender Korso-Fahrt findet am Samstag, 6. Mai, in der Gemeinde Oberlangen statt. Wie in den Vorjahren erwarten die Veranstalter auch in der 15. Auflage wieder mehrere Hundert Teilnehmer aus dem gesamten Emsland und den angrenzenden Regionen.

Den Spaß am Motorradfahren mit Gleichgesinnten zu teilen und mit einem guten Zweck zu verbinden, dieser Gedanke motivierte das Ehepaar Hermann und Irmgard Hebbelmann im Jahr 2003, den ersten MOGO zu organisieren. Seither finden sich jedes Jahr zwischen 300 und 500 Biker in Oberlangen ein, um ihren Saisonstart unter Gottes Segen zu stellen. Der Erlös des Treffens wird traditionell einem guten Zweck zur Verfügung gestellt. Mehr als 30.000 Euro sind laut Hermann Hebbelmann in den vergangenen 15 Jahren zusammengekommen und an Organisationen und Gruppen aus der Region geflossen. Unterstützt wurden zum Beispiel die Selbsthilfegruppe „Herzkinder Papenburg“, die Kinder- und Jugendhilfe Sögel oder im vergangenen Jahr das Projekt „Sonnenbrücke“ des Krebsfonds Ludmillenstift Meppen.

Die Motorradfahrer treffen sich ab 13.30 Uhr vor der Laurentius Kirche, in der um 14.30 Uhr ein gemeinsamer Wortgottesdienst gefeiert wird. Nach der sich anschließenden Fahrzeugsegnung auf dem Kirchplatz begeben sich die Teilnehmer auf eine rund 60 Kilometer lange Korso- Fahrt durch das Emstal bis in das Industriegebiet Neubörger, wo der gemeinsame Abschluss stattfindet.


Text und Foto: Ems-Zeitung vom 25.04.2017


2601 Stunden ehrenamtliche Arbeit - Heimatverein Oberlangen hat 838 Gäste empfangen

Im vergangenen Jahr haben 838 Gäste das Heimathaus in Oberlangen besucht. 2601 Stunden ehrenamtlich Arbeit wurden geleistet. Diese Zahlen präsentierte Vorsitzender Heinz Wahoff während der Generalversammlung. Bei den Vorstandswahlen gab es kaum Veränderungen.

Die Gruppe der Bauerngärtner, des Heimathausgartens und des Heimathauses hat nach Vereinsangaben mit 1973 Stunden die meisten ehrenamtlichen Stunden geleistet. Auch die Trachtengruppe (428 Stunden), die Besucherführer (100), die Bäcker (40) investierten viel Zeit. Die Pflege der Website nahm 60 Stunden ehrenamtliche Arbeit in Anspruch. Wahoff bedankte sich für die Bereitschaft, sich ehrenamtlich für den Heimatverein einzusetzen.

Von den 838 Gästen nahmen 233 Personen an einer Führung teil. Zehn Trauungen fanden im vergangenen Jahr im Heimathaus statt. Derzeit hat der Verein 204 Mitglieder. Wahoff berichtete von sieben Neumitgliedern. Im Vorstand gab es nur eine Änderung. Für den ausgeschiedenen Heino Jönen wurde Heiner Janssen in den Beirat gewählt. Wiedergewählt wurden Wahoff als Vorsitzender, Alois Rüther als stellvertretender Vorsitzender, Gerd Henseler als Schriftführer, Frank Hölscher als Kassierer, Hermann Wesseln als Hausmeister sowie der Beirat, zu dem Grete Hebbelmann, Geesje Tiemens, Gaby Robin, Georg Raming-Freesen, Heiner Ottens, Josef Rohling, Karl Övermöhle, Heiner Rolfes und Heiner Janssen gehören.

Das Projekt „Plattdütschk Klasse 1 und 2“ an der Grundschule Ober-/Niederlangen in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Niederlangen sei nach Angaben von Wahoff sehr gut angekommen. Weiterhin fand in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Niederlangen eine Plattdeutsche Vesper auf dem Heimathof in Oberlangen statt. Die Vesper wurde von Pastor Walter Albers und Diakon Uli Strätker gehalten. Über 200 Besucher nahmen an der Veranstaltung, die vom Kirchenchor Ober-/Niederlangen musikalisch begleitet wurde, teil. Neben dem traditionellen Schwein essen, bei dem 71 Heimatfreunde dabei waren, fanden zudem Vorstandssitzungen, Wanderungen, Vortragsabende, Fahrradtouren und Klönabende statt.

In diesem Vereinsjahr ist die Fertigstellung des Zaunes rund um das Heimathaus, die Renovierung des Backspiekers und die Fortsetzung des Plattdeutschen Projektes mit der Grundschule Ober-/Niederlangen in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Niederlangen vorgesehen. Zudem sind im Jahresplan des Vereins Termine für Fahrradtouren, das Schwein essen und Klönabende angesetzt.

Text: NOZ - Neue Osnabrücker Zeitung-22.04.2017
 
Der neue und alte Vorstand des Heimatvereins Oberlangen (v.l.): Karl Övermöhle, Gaby Robin, Heiner Ottens, Grete Hebbelmann, Gerd Henseler, Geesje Tiemens, Alois Rüther, Heinz Wahoff, Hermann Wesseln, Heiner Janssen, Heiner Rolfes, Josef Rohling. Foto: Heimatverein Oberlangen

Endausbau Brörmannstraße

Auf reges Interesse stieß die von der Gemeinde Oberlangen anberaumte Informationsveranstaltung zum Endausbau der Brörmannstraße im Baugebiet Nr. 4 III "Erweiterung Fähnkenstücke".
Bis auf zwei Grundstücke sind alle Grundstücke an dieser Straße bebaut, so dass für den Sommer 2017 der Endausbau geplant wird. Thomas Honnigfort vom Planungsbüro Honnigfort aus Haren stellte den anwesenden Anliegern den Ausbau der Straße vor. So wird diese Straße in einem umgekehrten Dachprofil ausgebaut. Auf Wunsch der Anlieger wird der Einmündungsbereich vom Fehnkenweg aus sowie die Zufahrt zum Wendehammer in einem anthrazitfarbenen Betonstein verlegt. Die übrige Pflasterung wird in grau erfolgen.
Am Schluss ging Honnigfort noch kurz auf den Zeitplan ein. Während der Bauphase wird die Straße zwar für den Bauverkehr gesperrt, der Anliegerverkehr bleibt aber aufrecht erhalten. Er hoffe, dass die Arbeiten im Spätsommer abgeschlossen sein können.

 


Georg Raming-Freesen neuer 1. stellv. Kreistagsvorsitzender

Das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden des Kreistags musste aufgrund des Todes des bisherigen Amtsinhabers Hans-Joachim Schmitz aus Neubörger neu besetzt werden. Der Kreistag beschloss mit einer Enthaltung für die Dauer der Wahlperiode das CDU-Kreistagsmitglied Georg Raming-Freesen, Bürgermeister der Gemeinde Oberlangen, für diese Aufgabe zu bestellen. Dieser nahm die Wahl an, räumte daraufhin seinen Platz im Plenum und nahm seinen Sitz neben der Kreistagsvorsitzenden Haar auf dem Podium ein.

Bild: Georg Raming-Freesen (2.v. l.) wurde zum stellvertretenden Kreistagsvorsitzenden bestimmt. Landrat Reinhard Winter, Kreistagsvorsitzende Ulla Haar (v. l.) sowie der 2. Stellvertretende Kreistagsvorsitzende Willi Jansen (SPD) gratulierten ihm zur Wahl. (Foto: Landkreis Emsland)


Schulförderverein mit neuem Vorstand

Es gab einige Veränderungen bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins der Grundschule Ober-/Niederlangen. Bei den Wahlen stand die 1. Vorsitzende Karin Düllmann sowie Marion Ohmann, Elke Groteschulte und Marion Albers nicht wieder zur Wahl. Neu in den Vorstand sind Heike Hopster, Jessica Gerdes und Michaela Ganseforth gewählt worden. Zudem gehören weiterhin Simone Wilkens, Melanie Schulte und Martina Wilmes dem Vorstand an. Die Aufgabenverteilung erfolgt intern bei der nächsten Sitzung des Fördervereins.
Karin Düllmann, Marion Ohmann und Elke Groteschulte waren seit der Gründung im Jahre 2011 im Förderverein aktiv.
Martina Wilmes bedankte sich bei den ausgeschiedenen Mitgliedern für ihren jahrlangen ehrenamtlichen Einsatz. Diesen Dank schlossen sich die Schulleiterin Waltraud Brockmeyer sowie die Vertreter der politischen Gemeinden Niederlangen und Oberlangen an.
Beim Rückblick des Fördervereins berichtete Karin Düllmann von der Ostereieraktion für die Schulkinder, von der Neugestaltung der Informationswand im Eingangsbereich der Grundschule, von einem gut besuchten Einschulungscafe sowie dem Schulfest zum fünfjährigen Bestehen des Fördervereins. Im vergangenen Jahr schaffte der Verein für die Schüler einen Basketballkorb auf dem Schulhof, Verkehrsschilder für den Unterricht, Sandspielzeug und Sitzsäcke für die Leseecke an.

 


Im Bild der alte und neue Vorstand des Fördervereins Ober-/Niederlangen v.l. Simone Wilkens, Melanie Schule, Marion Albers, Karin Düllmann, Heike Hopster, Marion Ohmann, Elke Groteschulte, Michaela Ganseforth und Martina Wilmes. Es fehlt im Bild Jessica Gerdes.

                                                                                                                                                                                                                             Text und Foto: Andrea Schmees


Generalversammlung der KfD Niederlangen-Siedlung/Oberlangen-Moor

Neuwahlen standen auf dem Programm der gut besuchten Generalversammlung der KfD Niederlangen-Siedlung/Oberlangen-Moor.
Margret Janßen schied nach acht Jahren aus dem Vorstand der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland (kfd) Niederlangen-Siedlung und Oberlangen-Moor aus. Die weiteren Vorstandsmitglieder wurden für zwei Jahre wiedergewählt.
Neu im Vorstand der Frauengemeinschaft sind Andrea Jansen, Marion Boven, Marloes van Veenendaal und Birgit Achter. Wiedergewählt wurden Brigitte Rusche, Renate Janßen, Ingrid Holthaus, Marianne Jürgens, Marita Ruten und Angela Deuling.
Die Verteilung der Ämter erfolgt in der nächsten Sitzung, so berichtete es der neu gewählte Vorstand.
Neuregelungen gab es bei der Beitragsfestsetzung und den Besuchen bei Geburtstagsjubiläen: Der Jahresbeitrag wurde auf 20,00 € je Mitglied festgesetzt. Ab 80 Jahren ist die 2. Person im Haushalt beitragsfrei.
Besuche zu runden Geburtstagen erfolgen jeweils beim 70., 75., 80. Geburtstag und ab dem 85. Geburtstag in jedem Jahr.



Im Bild v.l. Marion Boven, Gemeindereferentin Sonja Golla, Andrea Jansen, Margret Janßen (Verabschiedung), Marianne Jürgens, Brigitte Rusche, Angela Deuling, Renate Janßen, Marita Runde und Ingrid Holthaus. Es fehlt im Bild: Birgit Achter und Marloes van Veenendaal. (Foto: Andrea Schmees)


Aktion Saubere Landschaft

Am vergangenen Samstag wurde im gesamten Bereich der Gemeinde Oberlangen wieder die Aktion „Saubere Landschaft“ zur Entrümpelung von Wald und Flur durchgeführt.
Zu der diesjährigen Aktion waren Gemeindemitglieder, ganz besonders die Schüler der Grundschule, die Jägerschaft sowie die Mitglieder der Jagdgenossenschaft  eingeladen.
Die Jagdpächter stellten die Transportfahrzeuge, die Gemeinde Oberlangen den erforderlichen Container zur Verfügung.
Auch in diesem Jahr wurde wieder eine beachtliche Menge Müll gesammelt. Ein großes Dankeschön an die freiwilligen Helfer.

 


Viel Anerkennung für Raming-Freesen

Tatkräftig und ideenreich die Region mitgestaltet

 

Foto: Andrea Schmees - Der Jubilar im Kreise seiner Kinder und seiner Ehrengäste

asc Oberlangen. Mehr als 150 Gäste waren am Samstag zur Geburtstagsfeier des Oberlangener Ehrenbügermeisters Gerhard Raming-Freesen gekommen. Darunter zahlreiche Weggefährten aus seiner aktiven Zeit als Kommunalpolitiker. Raming-Freesen beging seinen 90. Geburtstag.

„Seine Bodenständigkeit und Liebe zur Heimat zeichnen den lebensfrohen Gerhard Raming-Freesen aus“, hieß es in der Laudatio des Ehrenlandrates und Ehrenvorsitzende des Emsländischen Heimatbundes, Hermann Bröring. Er habe viele Jahre nachhaltige und wertvolle Politik geleistet. Mit 34 Jahren sei Raming-Freesen 1961 zum Bürgermeister der Gemeinde Oberlangen gewählt worden. Dieses Amt führte er 30 Jahre aus. Mit der Geburtsstunde der Samtgemeinde Lathen im Jahr 1965 war Raming-Freesen bis 1995 Samtgemeindebürgermeister und gehörte ab 1964 für 24 Jahre dem Kreistag an.

Ein guter Netzwerker

Hermann Bröring bezeichnete Gerhard Raming-Freesen als einen lebensfrohen Menschen, der sich rückblickend immer treu geblieben ist. Politik habe er immer gemeinsam mit den Bürgern gemacht. Er ist ein guter „Netzwerker“, so Hermann Bröring. Zudem seien seine Stärke, seine Tatkraft und sein Ideenreichtum nicht zu vergessen.

Im Jahr 1961 stand eine Gebietsreform des Landes Niedersachsen zur Bildung von größeren Einheiten an. „Es musste ein zukunftsfähiges Instrument für den ländlichen Raum erarbeitet werden“, so Ehrenlandrat Bröring in seiner Rede. Raming-Freesen habe dazu viele Ideen und Anregungen eingebracht. Bei der Bildung der Samtgemeinde seien ihm die Eigenständigkeit der Gemeinden, die Wahrung der Bürgernähe sowie die Ansprechpartner vor Ort ein besonderes Anliegen gewesen.

Raming-Freesen setzte sich als Bürgermeister der Gemeinde unter anderem für den Erhalt des Heimathauses in Oberlangen, ehemaliges Haus Jänen, ein. Zudem war er seit der Gründung des Heimatvereins im Jahr 1993 bis 2005 dessen Vorsitzender. Mit diesen und vielen anderen Projekten sei schon früh der Grundstein für die Erfolge im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gelegt worden, unterstrich Hermann Bröring in seiner Rede.

Im Jahr 1992 erhielt Raming-Freesen aufgrund seiner Leistungen das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Zudem ist er im selben Jahr zum ersten und bisher einzigen Ehrenbürgermeister von Oberlangen ernannt worden. Im Jahr 2013 erhielt er die Heimatplakette für den Altkreis Aschendorf-Hümmling wegen seiner besonderen Verdienste um die Heimatarbeit und seine zahlreichen Veröffentlichungen zur Orts- und Regionalgeschichte.

Begeisterung für die Kommunalpolitik

„Gerhard Raming-Freesen kann auf ein erfülltes, abwechslungsreiches, geradezu pralles Leben zurückblicken, das voller Erinnerungen ist und vor allem von der Begeisterung für die Kommunalpolitik getragen wurde“, hob Landrat Reinhard Winter hervor. Unter seiner Regie und mit seinem Engagement seien zahlreiche öffentliche Einrichtungen geschaffen und die Grundlagen der heutigen Infrastruktur gelegt worden.

Bei seiner Ansprache, natürlich auf Pattdeutsch, berichtete der Alterjubilar, dass er mit zwei ältern und einer jüngeren Schwester aufwuchs. Seine Mutter verstarb sehr früh. Es habe viele Höhen und Tiefen in seinem Leben gegeben. Nun freue er sich, dass er mit 90 Jahren noch gesund sei, Fahrrad fahren und Auto fahren könne. Er habe fünf Kinder und elf Enkelkinder, die alle beim Geburtstag dabei waren. Noch heute interessiere er sich für Politik und Sport – speziell den Fußball. Fünf seiner Enkelkinder seien gute Fußballer, so Raming-Freesen.

70 Schützen zu Gast

Am Samstagabend hatte der 90-Jährige weiteren Besuch: Mehr als 70 Mitglieder des Schützenvereins St. Hubertus Oberlangen machten sich in Form eines Fackelzuges auf den Weg, um dem Jubilar zu gratulieren, so wie es laut Oberst Frank Hölscher bei 90. Geburtstagen von Vereinsmitgliedern üblich ist


Gerhard Raming-Freesen

Oberlangens Ehrenbürgermeister vollendet 90. Lebensjahr

Oberlangen. Großer Bahnhof für Gerhard Raming-Freesen: Der bislang einzige Ehrenbürgermeister der Gemeinde Oberlangen vollendet heute, 4. März 2017, sein 90. Lebensjahr. Zu seiner Feier erwartet der rüstige Altersjubilar rund 150 geladene Gäste.

Über Geschenke hat sich „Ramings Gerd“, dessen gestalterische Handschrift mit Herzblut in jahrzehntelanger ehrenamtlicher Tätigkeit an vielen Stellen in seinem Heimatort sowie darüber hinaus sichtbar ist und der für seine Verdienste 1992 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wurde, keine großen Gedanken gemacht. „Ich bin an und für sich um nichts verlegen“, sagt der frühere Landwirt, der am liebsten Plattdeutsch spricht, im Gespräch mit unserer Redaktion. Wer etwas geben möchte, solle dies für einen guten Zweck tun.

Dass sich Gerhard Raming-Freesen als junger Mann eines Tages parteipolitisch (für die CDU) engagieren würde, war keineswegs vorherbestimmt, im Gegenteil. Als er 1948 nach dreijähriger Kriegsgefangenschaft aus der damaligen Sowjetunion zurückkehrt, hat er oft gesehen, wie mit Mitgliedern der NS-Partei, der SS oder der SA verfahren wurde. „Bei allem, was ich in dieser Zeit erlebt und mitgemacht habe, wollte ich nie in eine Partei“, sagt Raming-Freesen. Ein Jahr habe sein Vater gebraucht, ihn dazu zu bewegen, zunächst zumindest zu einer Wahl zu gehen.

Der Beginn einer Ära

Später trat der Oberlangener in die Landjugend ein. „Aber auch da stand für mich fest, dass ich nicht führend tätig werden wollte.“ In den Folgejahren habe er sich dann breitschlagen lassen und für den Gemeinderat kandidiert. Das war 1956. „Du kannst Dich ruhig aufstellen lassen, denn Du brauchst nicht Bürgermeister zu werden“, habe man ihm gesagt. Nur fünf Jahre später war Raming-Freesen es dann doch – mit gerade einmal 34 Jahren, weil sein Amtsvorgänger Rudolf Stevens aus familiären Gründen seinen Posten zur Verfügung stellte. Es war der Beginn einer Ära. Parallel zu der Arbeit auf seinem Hof blieb Raming-Freesen bis 1991 Bürgermeister in Oberlangen. Ähnlich lange fungierte er als Bürgermeister der Samtgemeinde Lathen (1965 bis 1995). Mehr als 25 Jahre gehörte der Vater von fünf Kindern, dessen Frau Lucia vor vier Jahren verstarb, dem Kreistag an – zunächst im Altkreis Aschendorf-Hümmling, später auf Emslandebene. Zu weiteren Ehrenämtern unter anderem als Bank-Aufsichtsrat und Vertreter in landwirtschaftlichen Berufsorganisationen kam ein besonderes Engagement in der Heimatarbeit. So ist Raming-Freesen, dessen Sohn Georg vor fast zehn Jahren in seine Fußstapfen als Oberlangener Bürgermeister getreten ist, nicht nur Mitbegründer des Heimatvereins, sondern auch dessen Ehrenvorsitzender. Wie in der Chronik zum 50-jährigen Bestehen der Samtgemeinde (SG) Lathen (2015) weiter nachzulesen ist, wirkte der Oberlangener während der Gründungsphase der SG aktiv bei der Errichtung des Lathener Schulzentrums, des Freibades, der Sporthallen, des Rathauses sowie dem Auf- und Ausbau des Feuerwehrwesens mit.

Verhandlungen seien seinerzeit mitunter hart geführt worden, sagt Raming-Freesen. Dabei sei er stets ein Verfechter des offenen Wortes und von Gesprächen „Auge in Auge“ gewesen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Raming-Freesen wenig vom Schreiben hält. Davon zeugen nicht nur zahlreiche Veröffentlichungen zur Orts- und Regionalgeschichte, sondern auch seine persönlichen Erinnerungen, die er vor einigen Jahren auf Drängen drei seiner Enkelinnen chronologisch niederschrieb.

Athlet mit Olympiafieber

In den Aufzeichnungen über seine Jugendzeit sowie im Gespräch mit unserer Redaktion werden nicht nur die Gräuel von Krieg und Gefangenschaft lebendig, sondern auch Raming-Freesens frühe Leidenschaft für Leichtathletik. „Meine Spezialität war Schlagballweitwurf“, sagt er. Seine Augen leuchten, als er von seiner Teilnahme an Sportfesten in Bremen und Groningen berichtet. Kugelstoßen habe er mit Steinen geübt, die Weitsprunggrube selbst ausgehoben. „Ich war mein eigener Trainer“, sagt Raming-Freesen.

Seinen Ehrgeiz geschürt habe ein Film über die Olympischen Spiele 1936 in Berlin, der unter anderem in Lathen, Haren, Dörpen und Sögel gezeigt worden sei. „Da bin ich immer mit dem Fahrrad hingefahren. Diesen Film habe ich bestimmt zehnmal gesehen“, erzählt Raming-Freesen, der in seinen Aufzeichnungen vom „drahtigen, schwarzen Wunderathleten“ Jesse Owens schwärmt, der vier Goldmedaillen gewann.

Der Kriegseinsatz begann für Raming-Freesen 1943 im Alter von 16 Jahren als Marinehelfer in Horumersiel an der Nordseeküste. Anfang 1945 wurde er zum Reichsarbeitsdienst (RAD), später zum letzten Aufgebot der Wehrmacht herangezogen.

Schrecken des Krieges

Die Odyssee der letzten Kriegsmonate mit furchtbaren Erlebnissen (Erstickungstod eines sechs Wochen alten Babys auf der Flucht von Ostrowo bei Posen in eisiger Kälte, dem Anblick von Leichenbergen im zerbombten Dresden und immer wieder unter Feuer) führte ihn von Polen nach Prag. „Diese Bilder habe ich bis heute nicht vergessen“, sagt Raming-Freesen. An der Moldau geriet er zunächst in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft, die Amerikaner überstellten ihn jedoch nach nur wenigen Tagen an die Sowjets. Sie verfrachten ihn in das Waldarbeitslager Kaschoi in Sibirien – jenseits des Ural und östlich des Flusses Ob. „Wir kamen dort im November 1945 mit 420 Leuten an. Im Juli 1946 lebten noch 280. Viele sind regelrecht krepiert. Einen Arzt gab es nicht“, sagt Raming-Freesen. Die Kälte, die dort herrschte, sei kaum vorstellbar. „Morgens um 7 Uhr waren es minus 60 Grad.“ Raming-Freesen betont, dass er mehrfach großes Glück gehabt habe, am Leben geblieben zu sein. Als eines der schlimmsten Erlebnisse bezeichnet er rückblickend, dass er mehrfach am Bahnsteig von Heimkehrertransporten zurückgestellt worden sei.

Eines Tages aber ging es dann aber doch gen Heimat. Mit dem Zug erreichte Raming-Freesen über Moskau, Brest-Litowsk, Frankfurt/Oder, Friedland, Münster und Rheine das Emsland. Der Zug hielt jedoch nicht in Lathen, sondern in Aschendorf. Dort fand zufällig ein Reitturnier statt, an dem Raming-Freesens Schwester Maria teilnahm. Die Wiedersehensfreude war riesig. Später saß er begleitet von Musik und bei schönstem Wetter in einer Kutsche. Gestern noch ein Gefangener, heute ein freier Mann in einem Festzug - der Gegensatz habe kaum größer sein können, sagt Raming-Freesen. „Da habe ich wirklich gedacht: Träumst Du jetzt oder ist es Wirklichkeit?“

aus Ems-Zeitung vom 04.03.2017, Text und Foto: Gerd Schade


Ehrenamtlicher Fahrdienst gesucht

Wir suchen für die im Dorf wohnenden Flüchtlingsfamilien mit kleinen Kindern ehrenamtliche Fahrerinnen/Fahrer für gelegentliche Fahrten vor allem zu den Ärzten nach Lathen.

Falls Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte im Büro der Gemeinde Oberlangen, Tel. 05933-561, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder bei Bürgermeister Raming-Freesen Tel. 0171-7137170.


Neujahrsempfang der Gemeinde Oberlangen

Zum 4. Neujahrsempfang hatte die Gemeinde Oberlangen eingeladen.

Bürgermeister Raming-Freesen begrüßte die anwesenden Neubürger unter ihnen auch einige, die die Flucht aus ihren Heimatländern nach Oberlangen gebracht hat. Dieser Abend sollte ihnen Gelegenheit bieten, sich über unsere örtlichen Gegebenheiten und die Vereine zu informieren.

Weiterhin wurden die Vertreter der Samtgemeinde Lathen Samtgemeindebürgermeister Karl-Heinz Weber, Samtgemeindeoberinspektorin Daniela Köttker, Helmut Wilkens, Leiter des Fachbereiches Finanzen und Ordnung und I. stellv. Gemeindedirektor der Gemeinde Lathen und Matthias Gehrs, Geschäftsführer der Marketing- und Tourismusgenossenschaft der Samtgemeinde Lathen begrüßt 

Auch Ehrenbürgermeister Gerhard Raming-Freesen, Altbürgermeister Rolfes, der Bürgermeister der Nachbargemeinde Hermann Albers und sein Vorgänger Georg Hebbelmann sowie Pfarrer Schneider und der pastorale Koordinator Griep-Raming nahmen am Neujahrsempfang teil.

Ganz herzlich begrüßt wurden alle anwesenden Vertreter und Vorstände der Vereine, Gruppen und Organisationen, der Kirche, der Landjugend, der Schule und des Kindergartens, weiterhin die Mitarbeiter der Gemeinde, die Mitglieder des alten und neuen Gemeinderates sowie das Begrüßungsteam Bernhard Rößing und Josef Rohling. Viertel- bis halbjährlich werden die Neubürger vom Begrüßungsteam zuhause besucht und mit Informationen über unsere Gemeinde versorgt. Außerdem werden auf diesem Weg Kontakte zur Kirche, Behörden, Ärzten und zur Samtgemeinde Lathen geknüpft.

Nach einem Grußwort des Samtgemeindebürgermeisters Karl-Heinz Weber stellten sowohl Helmut Wilkens als auch Matthias Gehrs sich und ihre Arbeit vor.

Die Kirmes, eine Gemeinschaftsaufgabe aller Langener, war 2016 sehr positiv verlaufen, so dass ein Überschuss von 1000,00 € erwirtschaftet werden konnte. Dieser Überschuss wurde der Kirchengemeinde St. Laurentius für die Renovierung der Orgel überreicht. 

Nach einem Ausblick auf das Jahr 2017 lud Bürgermeister Raming-Freesen alle zu einem kleinen Imbiss und einem gemütlichen Beisammensein ein.

Musikalisch begleitet wurde der Abend vom Männerchor "Sonate" unter der Leitung von Wilfried Hagemann. Für den Service zeichnete die Gaststätte Weymann verantwortlich. 

Unser Foto zeigt die Neubürger zusammen mit Bürgermeister Georg Raming-Freesen und der I. stellv. Bürgermeisterin Margret Janßen

 

 

                                Fotos: Andrea Schmees


Ehrung für langjährige Ratsmitgliedschaft

Im Rahmen des Neujahrsempfangs der Gemeinde Oberlangen wurde Bürgermeister Raming-Freesen für seine 20-jährige Mitgliedschaft im Rat der Gemeinde Oberlangen von Karl-Heinz Weber, Vorsitzender des Kreisverbandes des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes mit einer Urkunde und einem Blumenstrauß geehrt.

Weber würdigte in seiner Laudatio das ehrenamtliche Engagement von Georg Raming-Freesen, der 1996 erstmals in den Rat der Gemeinde Oberlangen gewählt wurde und seit 2007 das Amt des Bürgermeisters inne hat. Seit 2006 ist er außerdem im Samtgemeinderat Lathen und seit 2011 im Kreistag des Landkreises Emsland tätig. Beispielhaft für das erfolgreiche Wirken Raming-Freesens nannte Weber den Sieg beim Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" im Jahr 2013 und die Errichtung des Gedenkpavillons im Ortsteil Oberlangen-Moor. Er zollte Bürgermeister Raming-Freesen seinen Dank für die gute Zusammenarbeit zum Wohl der Bürger.

 

Das Foto zeigt v.l.n.r.:  I. stellv. Bürgermeisterin Janßen, Karin Raming-Freesen, den Geehrten Georg Raming-Freesen, Karl-Heinz Weber (Vorsitzender des Kreisverbandes des NSGB), Helmut Wilkens (Finanzvorstand der Samtgemeinde Lathen) und Matthias Gehrs (Geschäftsführer der Marketing- und Tourismusgenossenschaft)